Droht die nächste Meileninflation im Bonusprogramm?

Payback Punkte gewinnen

Droht Mittwoch die nächste Meileninflation im Bonusprogramm? Eine Entwertung von 56% ist schon recht happig – oder ist alles nur halb so schlimm?

Seit dem 1. Januar gibt es für Zahlungen mit PAYBACK PAY nur noch doppelte Punkte. Die Zeit von 3-fach Punkten ist ersteinmal vorbei.

Meileninflation im Bonusprogramm

Am 24. Januar erhöht das Bonusprogramm von Singapore Airlines, KrisFlyer, die notwendigen Meilenwerte auf einigen Strecken um rund 10%. Das ist eine moderate Erhöhung, wenn du dich an die letztjährigen Meilenentwertungen erinnerst.

Qatar Airways hat im Mai letzten Jahres quasi in einer Nacht und Nebel Aktion den Preis für Prämientickets im Privilege Club um teilweise mehr als 50% angehoben. Die Easy Deals im Dezember waren da zwar ein schöner Benefit, aber im Endeffekt ein schwacher Trost.

Beim Zusammenschluss von Marriott Rewards mit spg wurden die, gerade bei Elite Kunden beliebten, Marriott Travel Packages gleich in einigen Kategorien stark abgewertet.

Im September schockte dann TAP mit einer richtigen Meileninflation im Bonusprogramm TAP Victoria, das mittlerweile TAP Miles&Go heisst.

Seitdem musst du bei der portugiesischen Airline bis zu 150% mehr Meilen für dein Upgrade und bis zu 123% mehr Meilen für dein Prämienticket ausgeben.

Meileninflation im Bonusprogramm: American Airlines

Meileninflation im Bonusprogramm
Meileninflation im Bonusprogramm: Wo Schatten ist, da ist auch Licht

Als wäre das noch nicht genug, werden nun in der nächsten Woche Änderungen bei AAdavantage von American Airlines wirksam.

American Airlines ist Delta und United gefolgt und hat den nötigen Umsatz für das Erlangen des Executive Platinum Status auf nunmehr 15.000 USD erhöht. Neben dem benötigten Wert von 100.000 Statusmeilen versteht sich.

Nun werden aber auch weitere Änderungen in der Award Tabelle mit Ablauf des 15. Januar 2019 wirksam. Prämienflüge werden dann über Nacht bis zu 56% teurer.

Meileninflation im Bonusprogramm: Schock oder Harmlos?

Was sich zuerst wie die nächste Schock-Meldung anhört, kann die meisten jedoch völlig kalt lassen. Die Meilenentwertung bei American Airlines betrifft nur ganz wenige Regionen.

Die benötigten Meilen für USA Domestic Flüge erhöhen sich in der First Class nur bei Flugzeugtypen mit Lie-Flat-Sitzen um 7.500 Meilen

Für First Class Flüge nach Hawai sind nun 55.000 Meilen fällig. Eine Erhöhung um 15.000 Meilen. Wenn der Flugzeugtyp Lie-Flat-Sitze bietet gibt es noch einen Zuschlag von 7.500 Meilen.  Dann werden für den Flug 62.500 Meilen nötig sein. Eine wirklich krasse Erhöhung um 56%.

Es sieht so aus, als würden auch Prämienflüge nach Zentral und Südamerika Region 1 um 7.500 Meilen teurer, wenn es Lie-Flat-Sitze gibt. Die Formulierung ist jedoch etwas ungenau.

Folgende Länder gehören zu dieser Region: Belize, Kolumbien, Costa Rica, El Salvador, Ecuador, Guatemala, Honduras, Nicaragua, Panama, Peru, Venezuela

Meileninflation im Bonusprogramm: Günstiger in Business Class über den Atlantik als von den 48 Staaten nach Hawai

Wo Schatten ist, da ist auch Licht. Economy Flüge von und nach Canada im MileSAAver Tarif werden sogar günstiger. Ab 16. Januar kosten sie dich dann nur noch 12.500 Meilen pro Strecke. Du sparst 2.500 Meilen.

Das eigentlich Kuriose aus meiner Sicht, ist das ein Flug von einem der 48 US-Staaten nach Hawai in einem Lie-Flat-Sitz nun mit 62.500 Meilen nun teurer ist als ein Transatlantik Flug mit gleichem Business Class Sitz, der weiterhin ab 57.000 Meilen zu haben ist.

Ehrlich gesagt ist diese Meilenentwertung halb so schlimm. Die wichtigen Langstrecken nach Europa, Südamerika und Japan bleiben davon zum Glück verschont.

Wenn du von den Erhöhungen betroffen sein solltest und bis zum 15. Januar buchen kannst, solltest du es jedoch tun.

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